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Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Impuls für den Monat Mai

Monatsspruch Mai:
Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.

Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

  1. Korinther 6,12


Die antike korinthische Gemeinde in Griechenland hat etwas von unserer Stadt Duisburg:

Sie ist Hafenstadt, also am Wasser gelegen mit Übersee-Schiffsverkehr. Ein wichtiger Handelsplatz. Ein bisschen Philharmonie und Theater mit anspruchsvollerer Kultur. Ein Rotlichtviertel. Ein Aufeinandertreffen vieler Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, mit verschiedenen Religionszugehörigkeiten, Lebensstilen und großen gesellschaftlichen Unterschieden.

Die kirchliche Situation war damals allerdings sehr anders: mittendrin eine winzige christliche Gemeinde von vielleicht zehn bis zwanzig Personen, die sich in Privathäusern traf. In der Gemeinde gab es gravierendere Schwierigkeiten, und ihr Glaube war gefährdet. Paulus selbst hatte die Gemeinde wahrscheinlich im Jahr 55 n.Chr. gegründet und zwei Briefe an sie geschrieben. Aus dem ersten Brief stammt der Mai-Monatsspruch. Im sechsten Kapitel des ersten Korintherbriefes wird das sexuelle Verhalten von Gemeindegliedern durch Prostitution kritisch beleuchtet und in Beziehung zum Leben mit Gott gesetzt.

Ich lese erst einmal gerne, wie wichtig unser Körper ist – auch für Gott – und dass wir gut mit ihm umgehen sollen: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist“, schreibt Paulus (1. Kor. 6,19).

Für Gott sind wir freie Menschen, weil wir zu Gottes Ebenbild geschaffen sind. Das macht die Würde unseres Personseins aus, die nicht anzutasten ist und die uns niemand nehmen kann. Aus dieser Gnade, Liebe und Barmherzigkeit Gottes heraus dürfen wir leben: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“

 

Wir haben insofern auch die Freiheit zu entscheiden und entweder das Gute, aber auch das Schlechte zu wählen.

Für unsere Wahl, wie auch immer sie ausfällt, tragen wir die Verantwortung.

Freiheit und Verantwortung – beides!

Ein Glaube ohne Auswirkungen im Alltag macht keinen Sinn.

 

Lebe ich aus der neuen Freiheit der Auferstehung Jesu von allen Todesmächten und aus Gottes Vergebung, kann mir nicht egal sein, wie ich mit meinem Leben umgehe und wie ich mit den Mitmenschen in meiner Stadt, in meinem Land, auf unserer Erde zusammenlebe.

 

Es tut gut, ein ausbalanciertes Leben zu leben, eins im Gleichgewicht. Ein Zuviel von Etwas kann letztlich uns selbst schaden und in Zwänge und Abhängigkeiten bringen. Da sehe ich Einiges: Z.B. das Zu-Sich-Nehmen von Nahrungsmitteln, Alkohol, Zigaretten oder Drogen, das sexuelle Sich-Ausleben, sportliche Betätigungen, die Spielsucht, den Konsum von Waren.

 

Das Korrektiv im christlichen Sinn ist, was zum Guten für alle Beteiligten dient und auch, wo etwas anfängt, Macht über mich zu haben.

Dann verkehrt sich die gottgegebene Freiheit in Unfreiheit, weil ich gar nicht mehr die Möglichkeit habe, mich für oder gegen etwas zu entscheiden. Ich bin dem Konsum ausgeliefert, und es ist mir nur schwer möglich, mich zu begrenzen, weil ich immer mehr brauche oder haben möchte. Schlimmstenfalls führt das zu einer Veränderung meiner Persönlichkeit, vielleicht können bisherige Beziehungen oder Freundschaften nicht gehalten werden, Familien werden zerstört, der Arbeitsplatz geht verloren oder Anderes.

 

Paulus will daran erinnern, dass Gott uns zu einem erfüllten Leben befreit hat durch Christus. Nehmen wir das doch einfach mal als Einladung, unser Leben mit allen Wünschen und Bedürfnissen, den Mitteln zur Befriedung und deren Erfüllung zu beleuchten. Was ist gut und was schadet schon? Mir oder auch Anderen? Seien wir so ehrlich mit uns selbst und fragen wir uns, womit wir, auch ganz körperlich gedacht, Gott loben können.

 

Ich wünsche Ihnen und euch einen segensvollen Mai & viel Freude an einem achtsamen Umgang mit unserem Körper und (Zusammen-)Leben – so wichtig sind wir Gott: möge es uns gelingen,

Ihre / eure Pfarrerin Anne Petsch

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