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Foto von Pontus Wellgraf auf Unsplash

Impuls für den Monat März

„… und sie standen auf zu derselben Stunde und kehrten zurück nach Jerusalem“ (Lk 24,33)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Geschichte, die unserer Gemeinde den Namen gab, steht im Lukasevangelium, handelt von den beiden Emmausjüngern und erzählt uns von Aufbrüchen.

Jesus ist gestorben und wurde ins Grab gelegt. Am nächsten Morgen finden einige Frauen das Grab offen und zwei Engel erscheinen ihnen, die ihnen verkünden, dass Jesus auferstanden ist. Die Frauen gehen mit dieser Botschaft zu den Jüngern. Doch gefangen in ihrer Trauer halten diese das, was ihnen erzählt wird, „für Geschwätz und glaubten ihnen nicht“.

Jesu Tod war für sie unerklärlich und unverständlich. Sie haben auch noch keine Ahnung, was nun werden soll. Gefangen sind sie in Trauer, Zweifel, Enttäuschung, Unsicherheit…

Zwei von ihnen brechen daraus auf, wird erzählt. Sie machen sich auf nach Emmaus. Ein erster wichtiger Schritt in einer Krise. In meiner schwersten Krise bin ich lange Zeit sitzen geblieben auf meiner Couch – sicher nicht nur aber immer wieder saß ich dort und konnte nicht und wusste nicht weiter. Sozusagen gefangen in meiner Angst.

Den Blick heben, ein Ziel in den Blick nehmen und losgehen mit all der Trauer, der Angst und all dem, was uns gefangen hält. Die beiden Jünger haben dies getan, sind aufgebrochen und haben eine wunderbare Erfahrung gemacht.

Denn, wie sie erst später erkennen, gesellt sich Jesus zu ihnen. Wenn wir auch manchmal keine Kraft haben oder gar nicht auf die Idee kommen, uns Hilfe zu holen, kann es geschehen, dass sich uns Hilfe an die Seite stellt, die wir vielleicht erst im Nachhinein als solche erkennen. Aber dies passiert selten, wenn wir allein zuhause auf der Couch sitzen, sondern eher dann, wenn wir unterwegs sind, es also schon geschafft haben, den ersten Schritt zu gehen.

Jesus erklärt den beiden mit den „trägen Herzen“, warum das alles so geschehen musste, was sie belastet. Hoffnung keimt auf und Erkennen bahnt sich an und sie bitten ihn zu bleiben. Zum Erkennen kommt es schließlich, als Jesus das Brot bricht.

Und dann geschieht wieder ein Aufbruch. Die beiden müssen zurück zu den anderen und ihnen mitteilen, was sie erlebt und erkannt haben und wem sie begegnet sind. Ein Aufbruch möglich und motiviert aus Begeisterung, Erkennen und neuer Hoffnung.

Ich wünsche uns allen persönlich und unserer Gemeinde, Kirche und Gesellschaft Aufbrüche. Aufbrüche, die uns aus einer Not herausführen. Aufbrüche aus einer Begeisterung heraus. Aufbrüche, die uns zu anderen führen.

 

Johannes Berghaus, Pfarrer

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